Neurowissenschaftliche Forschung zeigt seit Jahren Zusammenhänge zwischen emotionaler Aktivierung und Gedächtniskonsolidierung. Studien legen nahe, dass Inhalte mit persönlicher Relevanz langfristig stabiler gespeichert werden können.
Auch in der Bildungsforschung wird betont, dass Lernen nicht isoliert kognitiv stattfindet. Das Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) beschreibt Lernen als Zusammenspiel von Motivation, Kontext und emotionaler Beteiligung. Emotionen beeinflussen demnach Aufmerksamkeit, Verarbeitungstiefe und Behaltensleistung.
Kurz gesagt: Was Bedeutung bekommt, bleibt eher im Gedächtnis.
Wenn komplexe Themen abstrakt bleiben
Klimawandel, Nachhaltigkeit oder globale Verantwortung gehören inzwischen selbstverständlich in den Unterricht. Gleichzeitig sind sie komplex, global und für viele Lernende nur schwer greifbar.
Im Rahmen der Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)-Initiative zur Bildung für nachhaltige Entwicklung wird deutlich formuliert, dass nachhaltige Bildung mehr umfasst als Wissensvermittlung. Sie soll Werteorientierung, Reflexionsfähigkeit und Verantwortungsbewusstsein stärken.
Auch die UNESCO-Kommission Deutschland hebt hervor, dass Bildung für nachhaltige Entwicklung Perspektivwechsel und persönliche Auseinandersetzung fördern soll.
Die Herausforderung lautet daher: Wie können Lernsettings gestaltet werden, die nicht nur informieren, sondern Beteiligung ermöglichen?
Heartucate: Immersives Lernen mit strukturiertem Rahmen
Immersive Technologien wie Virtual Reality ermöglichen Perspektivwechsel. Lernende betrachten Inhalte nicht nur von außen, sondern erleben Situationen aus einer anderen Sicht. Solche Formate können Aufmerksamkeit und Engagement erhöhen.
Ein Beispiel für diesen Ansatz sind die Lösungen von Heartucate. Das Konzept verbindet immersive Lernerfahrungen mit pädagogischer Struktur und klar definierten Lernzielen.
Im Szenario „Reise in die Arktis“ werden Lernende in eine fragile Umwelt versetzt und erleben ökologische Zusammenhänge aus unmittelbarer Perspektive. Die virtuelle Erfahrung dient als Ausgangspunkt für Diskussion, Analyse und fachliche Vertiefung.
Im Zentrum steht dabei ein klarer Lernprozess:
Erleben
Reflektieren
Einordnen
Gerade im Kontext schulischer Digitalisierung kann ein solcher Ansatz dazu beitragen, digitale Infrastruktur nicht isoliert, sondern im Sinne der Ziele des BNE (Bildung für nachhaltige Entwicklung) einzusetzen.
Digitale Ausstattung sinnvoll verknüpfen
Für Schulträger und IT-Verantwortliche bedeutet das: Digitale Investitionen entfalten ihren Mehrwert dann, wenn sie mit einem pädagogischen Konzept verbunden sind.
Immersive Lernformate können Medienkompetenz, Perspektivwechsel und Diskussionsfähigkeit fördern. Vorausgesetzt, sie sind technisch tragfähig integriert und methodisch begleitet.
Damit wird aus digitaler Ausstattung ein didaktisches Werkzeug.
Fazit: Nachhaltiges Lernen braucht Relevanz
Digitale Transformation im Bildungsbereich ist mehr als Gerätebeschaffung. Sie stellt die Frage, wie Lerninhalte nachhaltig verankert werden können.
Forschung und bildungspolitische Leitlinien zeigen übereinstimmend, dass Bedeutung, emotionale Beteiligung und Reflexion zentrale Faktoren für nachhaltiges Lernen sind. Immersive Konzepte wie Heartucate können hier einen möglichen Beitrag leisten, wenn sie strukturiert und verantwortungsvoll eingesetzt werden.
Quellen
- Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) – Themenfeld Lernen & Motivation: https://www.dipf.de
- Seite des Bundesministeriums zum BNE: www.foerderinfo.bund.de
- Deutsche UNESCO-Kommission. Bildung für nachhaltige Entwicklung: https://www.unesco.de/bne



